Kälteschutz im Wohnzimmer

Egal ob jeden Tag oder nur an besonders kalten Tagen im Winter, kaum etwas wirkt sich so negativ auf die Erholung aus wie Kälte. Wir zeigen euch daher, wie ihr euer Wohnzimmer gegen Kälte schützen könnt und so euer Wohlbefinden und eure Erholungsphasen verbessern könnt.

Zunächst einmal sei gesagt, jedes Kälteschutz Projekt ist ein Unikat. Das kommt daher, dass die baulichen Gegebenheiten seltenst übereinstimmen. Wir zeigen euch daher wie ihr an euer ganz persönliches Kälteschutz Projekt herangehen könnt und so endlich, ohne zu frösteln, in eurem Wohnzimmer entspannen könnt.

Bevor ihr mit dem Kälteschutz beginnt

Der mitunter wichtigste Punkt, bei dem auch die meisten Fehler gemacht werden, ist der Unterschied zwischen Kältebrücken und Zugluft. Kältebrücken tragen die Kälte von außen in euer Wohnzimmer ohne das ihr es gleich merkt. Zugluft hingegen zieht durch Lücken in eurem Wohnzimmer und sorgt für einen aktiven Luftaustausch mit der kalten Außenwelt. Zugluft bemerkt ihr meist früher, da sie auch oft dafür verantwortlich ist, dass ihr euch einen „Zug“ holt. Ihr solltet euch also, bevor ihr einen einzigen Euro investiert im Klaren sein, auf welches Ziel ihr hinarbeitet.

Dieser Artikel zielt darauf ab ein bestehendes Wohnzimmer mit zusätzlichem Kälteschutz zu versehen, wenn ihr dabei seid einen neuen Raum zu bauen könnt ihr gleich entsprechende Isolationsschichten mit einplanen, passende Materialien findet ihr in unserer Top 10 Kälteschutz Materialien Liste.

Schritt 1: Schließt alle Löcher

Sogar ein nur wenige Zentimeter großes Loch kann dazu führen, dass ihr das Gefühl habt ihr hättet gar keine Isolierung oder eure Heizung würde nicht richtig funktionieren. Identifiziert also im ersten Schritt alle Löcher in eurem Wohnzimmer. Diese müssen nicht unbedingt sichtbar sein. Es kann auch sein, dass Löcher vorhanden sind über die z.B. nur drüber tapeziert wurde. In diesem Fall hilft abtasten. Achtet aber darauf, dass ihr dabei saubere Hände habt. Diese Löcher gilt es als erstes zu verschließen. Je nach Größe und dahinter befindlichem Material empfehlen sich unterschiedliche Materialien entsprechend eurer Wand. Im Zweifelsfall könnt ihr euch mit Silikon aushelfen. Seid in der Nähe von Elektroleitungen und Steckdosen aber vorsichtig und kontaktiert ggf. lieber einen Fachmann.

Die gleiche Kontrolle solltet ihr, sofern möglich, auch von außen machen. Gerade in Altbauten kann es passieren, dass mal ein Stein oder Teile vom Putz abgefallen sind. Darüber hinaus gibt es auch teilweise Bohrungen, die nur von außen sichtbar sind. Das kann passieren, wenn diese innen zwar verspachtelt wurden aber die Bohrung durch die Isolierung so belassen worden ist. Solche Bohrungen entstehen häufig, wenn man z.B. Strom auf den Balkon oder die Terrasse verlegt. Auch diese gilt es zu schließen.

Über die in den Wänden befindlichen Löcher hinaus, sind noch die immer vorhanden da, das sind:

  • Lüftungsschlitze in der Tür
  • Undichte Fensterrahmen
  • Die Fenster
  • Die Tür

Aber auch bei diesen gewollten Löchern, könnt ihr für zusätzlichen Kälteschutz sorgen.

Schritt 2: Kälteschutz der Tür

Die Tür ist oft eine der größten Problematiken, wenn es um den Kälteschutz geht. Geht als erstes an eure Tür heran und klopft gegen sie, wenn sie massiv klingt, ist alles in Ordnung und ihr könnt wie unten beschrieben fortfahren, wenn sie hohl klingt solltet ihr euch überlegen sie gegen eine Variante aus Massivholz auszutauschen. Massivholz bringt wesentlich bessere Isolierende Fähigkeiten mit sich als die günstigere Variante.

Mit einer der kostengünstigsten und schnellsten Wege, um eure Tür gegen Kälte zu schützen, besteht darin die Dichtung im Rahmen zu verbessern. Gerade bei Zimmertüren und Altbauten ist oft gar keine Dichtung vorhanden. Ihr könnt dazu Dichtungsstreifen, wie diese hier auf Amazon*, verwenden. Die Dichtungsstreifen werden einfach in den Rahmen geklebt und schließen so zukünftig die Lücken zwischen Rahmen und Tür. Dadurch kann hierdurch keine kalte Luft mehr eindringen.

Wenn unter eurer Tür ein Spalt vorhanden ist, könnt ihr überlegen im Winter einen Zugluftstopper, wie diesen hier auf Amazon*, als zusätzliche Kälteschutz zu installieren. So verhindert ihr, dass kalte Luft unter eurer Tür hindurch in eure Wohnung eindringt. Je nach Gegebenheiten vor Ort gibt es auch Varianten zum Kleben, wie diese hier auf Amazon*, gerade bei Parkettböden kann es sinnvoll sein einen kleinen Schlitz übrig zu lassen damit der Boden später nicht durch jeden kleinen Stein verkratzt wird.

Wenn ihr die oben beschriebenen Maßnahmen ergriffen habt, könnt ihr jetzt nochmal testen, wie ihr den Kälteschutz eurer Tür jetzt empfindet. Es sollte bereits eine erhebliche Verbesserung eingetreten sein.

Sollte eure Tür weiteren Kälteschutz benötigen oder gar keine Wohnzimmertür vorhanden sein. Wie es in modernen Wohnungen häufig der Fall ist. Könnt ihr euch überlegen Thermogardinen als „Ersatztür“ aufzughängen. Dazu könnt ihr beispielsweise diese hier auf Amazon* verwenden. So verhindert ihr in der kalten Jahreszeit den Luftaustausch und damit Zugluft zwischen eurem Wohnzimmer und eurer restlichen Wohnung.

Wenn ihr mehr über Kälteschutz an der Tür erfahren wollt, schaut auch auf unserer Seite Kälteschutz Tür vorbei. Dort gehen wir noch tiefer auf das Thema und eure Möglichkeiten ein.

Schritt 3: Kälteschutz der Fenster

Direkt nach der Tür folgen die Fenster als häufige Ursache für Kälte in eurem Wohnzimmer. Auch hier könnt ihr einiges unternehmen, um euch gegen die eindringende Kälte zu schützen. Prüft als erstes was für Fenster ihr habt. Es gibt einfach, doppelt und dreifach verglaste Fenster, wobei letztere den besten Kälteschutz darstellen. Solltet ihr noch einfach oder doppelt verglaste Fenster haben überlegt euch als erstes, ob ihr diese gegen dreifach verglaste austauscht.

Stellt ein Austausch der Fenster keine Option dar haben wir dennoch ein paar Maßnahmen, die ihr ergreifen könnt um den Kälteschutz in eurem Wohnzimmer zu verbessern. Häufig sind nicht nur die Fenster das Problem, sondern speziell die Rahmen. Speziell bei älteren Fenstern schließen diese nicht mehr richtig was zu Zugluft und damit Kälteeinbruch führt. Prüft also die Dichtungen eurer Fenster und tauscht diese bei Bedarf aus, ein Austausch kommt immer dann in Frage, wenn die Dichtungen bereits porös sind. Ein neues Dichtungsset erhaltet ihr beim Hersteller eurer Fenster, sollte es diesen nicht mehr geben, ihr ihn nicht kennen oder ihr in einer Mietwohnung wohnen könnt ihr im ersten Schritt auch versuchen euch mit Gummipfleger, wie diesem hier auf Amazon*, zu behelfen. Der Gummipfleger reinigt und pflegt eure Dichtungen, dadurch werden sie geschmeidiger und sauber. Geschmeidige und gleichzeitig saubere Dichtungen dichten am besten ab.

Wenn es für eure Fenster kein passendes Dichtungsset mehr geben sollte oder ihr euren Vermieter nicht darauf ansprechen wollt, da ihr beispielsweise eine Mieterhöhung befürchtet, könnt ihr euch mit D-Dichtungen, wie diesen hier auf Amazon*, behelfen. Die D-Dichtungen werden einfach zusätzlich in den Rahmen eurer Fenster geklebt und dichten die vorhandenen Lücken so ab, dadurch verbessert sich euer Kälteschutz schon erheblich. Zugluft hat so nahezu keine Chance mehr.

Schritt 3.1 Fenster Alternativen

Abweichend zu den oben beschriebenen Maßnahmen, habt ihr noch weitere Möglichkeiten den Kälteschutz in eurem Wohnzimmer zu verbessern. Einige der besten sind.

Zugluftstopper

Solltet ihr keine Dichtungen in eure Fenster kleben wollen, könnt ihr euch trotzdem mit Zugluftstoppern, wie diesen hier auf Amazon*, behelfen. Diese werden einfach vor die Fenster gelegt und verhindern fortan einen Luftaustausch zwischen eurem Wohnzimmer und der Außenwelt. Auf unserer Seite Top 10 Zugluftstopper findet ihr eine Auswahl der besten Zugluftstopper.

Thermogardinen

Solltet ihr weiteren Kälteschutz an euren Fenstern betreiben wollen oder müssen könnt ihr euch überlegen Thermogardinen, wie diese hier auf Amazon*, anzubringen. So schafft ihr nochmal eine Luftschicht zwischen den Fenstern und euch. So gleicht ihr den Nachteil nur einfach oder zweifach verglaster Fenster teilweise aus.

Thermo Cover

Eine weitere Möglichkeit den Kälteschutz an euren Fenstern zu verbessern besteht darin ein Thermo Cover, wie dieses hier auf Amazon*, anzubringen. Die Transparente Isolierfolie wird dazu zwischen Fenster und Fensterrahmen angebracht. Hierdurch entsteht eine Luftschicht die für zusätzliche Isolierung sorgt.

Rollläden

Wenn ihr Rollläden habt denkt daran, diese nachts zu schließen. Das geht entweder manuell oder wenn vorhanden auch über einen Automatismus. Wenn die Rollläden geschlossen sind bildet sich zwischen ihnen und den Fenstern eine zusätzliche Isolationsschicht aus Luft. Diese hilft euch den Kälteverlust durch eure Fenster zu reduzieren.

Schritt 4: Teppich

Wenn ihr Fließen Böden habt könnt ihr euch überlegen einen Teppich auszulegen. Gerade vor dem Sofa könnt ihr so schon einiges an Kälteschutz tun. Eure Füße stehen so nicht mehr direkt auf den kalten Fließen sondern auf dem Teppich. Dadurch habt ihr eine zusätzliche Isolationsschicht zwischen euren Füßen und dem Boden. Besonders gut eignen sich hierzu Hochflorteppiche, wie dieser hier auf Amazon*, durch die Langen Fasern wird neben dem Teppich an sich eine zusätzliche Luftschicht zwischen euren Füßen und dem Teppich geschaffen.

Gerade in Altbauten können Teppiche Gold wert sein. Gebäude, die in den 60er Jahren oder früher gebaut wurden, haben auf Höhe des Bodens oft fest verbaute Kältebrücken die Kälte von außen in euren Boden ziehen lassen. Gerade wenn ihr zur Miete wohnt, könnt ihr diese Kältebrücken im Normalfall nicht beseitigen, ein Teppich hilft damit die Kälte nicht direkt an eure Füße kommt.

Schritt 5: Infrarotheizung

Wenn ihr schon alles andere zum Kälteschutz in eurem Wohnzimmer umgesetzt habt, könnt ihr euch überlegen, ob ihr noch eine Infrarotheizung installiert. Der Vorteil von Infrarotheizungen oder auch Bildheizungen ist, dass sie nicht die Luft sondern die Gegenstände in eurem Wohnzimmer erhitzen. Dadurch strahlt beispielsweise euer Couchtisch zukünftig Wärme aus. Da die Wärme vom Couchtisch zurückgeworfen wird und nicht einfach nur die Luft erhitzt wird, wird die Wärme als extrem angenehm empfunden. Ihr könnt die Wärmeabstrahlung in gewisser Weise mit der Wärmeabstrahlung eines Kamins vergleichen. Auch diese wird als sehr angenehm empfunden. Eine schöne Infrarotheizung findet ihr beispielsweise hier auf Amazon*. Weitere schöne Infrarotheizungen und deren Vor- und Nachteile findet ihr auf unserer Seite Top 10 Infrarotheizungen.

Schritt 6: Tipps zum Kälteschutz

Über die größeren Maßnahmen zum Thema Kälteschutz hinaus, habt ihr auch noch die Möglichkeit euren Kälteschutz durch kleinere Maßnahmen zu verbessern. Eine Kuscheldecke, wie diese hier auf Amazon*, wird mit Sicherheit jeder von euch schon haben. Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten.

Fußwärmer

Mit einem elektrischen Fußwärmer könnt ihr kalten Füßen entgegenwirken. Elektrische Fußwärmer, wie dieser hier auf Amazon*, wärmen eure Füße genau dann und wie lange ihr wollt. So habt ihr nie wieder kalte Füße. Speziell nach dem Spazieren im Winter könnt ihr die Temperatur eurer Füße so schnell wieder anheben.

Heizdecke

Wenn die Kuscheldecke nicht ausreicht, könnt ihr euch überlegen noch eine Heizdecke, wie diese hier auf Amazon*, hinzuzunehmen. Dadurch könnt ihr gerade in den kalten Monaten eine zusätzliche Wärmequelle hinzunehmen und so dafür sorgen, dass ihr beim Entspannen in eurem Wohnzimmer nicht friert.